
sprachkursdiskussion für menschen, die aus dem ausland zu uns kommen hin oder her.
ich persönlich kann es nicht verstehen, das diese menschen nicht selber daran interessiert sind, deutsch zu lernen.
immer wieder hört man - sie wollen nicht, weil sie es eh nicht brauchen.
das ist jedem seine ganz persönliche entscheidung.
geht sicher auch lang gut.
bis sie im spital landen.
und ich meine nicht, mit einem gebrochenen bein oder einer mandeloperation, sondern fortgeschrittenen alters mit einem mix aus verschiedenen erkrankungen auf der intensivstation.
denn: sich in so einer situation nicht verständigen zu können, muß einfach furchtbar sein.
genauso furchtbar muß es sein, nicht zu verstehen, was man doch so gerne wissen würde, was so wichtig wäre, zu verstehen.
und: es ist ganz schlimm furchtbar als medizinisches personal weit nach mitternacht dringenst auf die kooperation solcher menschen angewiesen zu sein und hilflos an der sprachbarriere zu scheitern, weil manche solcher menschen auch nicht lesen können, sehr schlecht sehen, mit bildern nichts anfangen können und rasch aggressiv sein können.
ja, das liegt ihnen natürlich im blut, die leidenschaft in allen lebenslagen und ich weiß, das dies ja nie persönlich gemeint ist.
doch wenn sich jemand anhaltend und mit letzter kraft (und das kann unglaublich viel kraft sein) schwer selbst gefährdet und von mir daran gehindert werden MUSS, ist es das ein oder andere mal schon vorgekommen, das ich mit schlägen zu rechnen hatte und diese dann auch einstecken musste.
und kein agitierter, schwer kranker mensch kann diese hiebe dann noch dosieren, geschweige denn, das ihm daran etwas liegen würde.
zu zweit, zu dritt, zu viert, oder aber auch ganz allein, wenn das weitere, vorhandene personal dringend anderwertig unabkömmlich ist, wird dann gerauft und verzweifelt versucht, eine gefährdung abzuwenden, versucht, die lebenserhaltend wichtigen zugänge inkl. dauerkatheter zu "retten".
da wird dann getreten, gekratzt, geboxt, gespuckt, gebissen, gezwickt was das zeug hält.
medikamente können sehr oft nicht eingesetzt werden, da die nebenwirkungen für so manche fatal wären.
manche medikamente können nicht eingesetzt werden, weil man ja nicht herausfinden hat können, ob nicht vielleicht ein allergischer schock als reaktion zu erwarten wäre.
es gibt im spital das furchtbare instrument der "schutzfixierung", welches als allerletzter ausweg eingesetzt werden kann, was gott sei dank nur selten vorkommt.
tja, "mama ist schon 30 jahre in österreich", sie fand es nicht nötig, ein paar wörter der entsprechenden sprache zu lernen.
doch es wäre schon ganz gut gewesen.....
meint ihr nicht auch?
bildquelle: www.moniart.ch
ich fands bei den middleagern schon erschreckend, in welche isolation sie sich begeben.
bei extremsituationen (egal welchen alters) muss es ja ganz schrecklich sein!
abgesehen wie schlimm es für das pflegepersonal sein muss aber auch für die betroffenen. in einer für sie bedrohlichen situation nicht kommunizieren zu können!